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| Hataitai (Berg) & Wellingtons Hafen |
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| Blick auf die Red-Rocks (siehe Neujahrsausflug) |
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Nachdem feststand, daß Tinas Schulbeginn am 01. Februar war, konnte Sebastian für Donnerstag und Freitag kurzfristig Urlaub beantragen. Donnerstagfrüh legte unsere Fähre pünktlich 8.30am Richtung Picton ( Südinsel ) ab. Bei herrlichem Wetter fuhren wir in die Marlborough Sounds ein. Es war eine atemberaubende Kulisse und ich konnte garnicht aufhören, all diese Schönheit mit dem Fotoapparat festzuhalten.
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| der Hafen in Picton |
Drei Stunden später waren wir im schönen Städtchen Picton und machten eine Mittagspause. Es gab natürlich Seafood zu essen, d.h. Fisch, Garnelen, Tintenfisch und Muscheln. Den anderen Beiden war das nix und sie entschieden sich für etwas anderes. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg nach Süden nach Kaikoura, um uns dort mit den Schwiegereltern auf einem Campingplatz zu treffen.
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| Der Strand am Zeltplatz |
Der Weg führte uns durch ein großes Weinanbaugebiet und später dann immer am Meer entlang. Wir trafen zuerst ein und hatten noch Zeit für eine ausgiebigen Strandspatziergang. Später nach dem gemeinsamen Abendbrot berichteten die Eltern wieder von ihren Erlebnissen.
Für Freitag hatten wir uns zum Whale Watch angemeldet, d.h. wir fuhren mit ca. 20 Leuten mit einem Schnellboot aufs Meer hinaus, um Wale zu sehen. Sie werden mit Hilfe von Unterwassermikros, Hubschraubern und Flugzeugen ( welche auch Touristen an Bord haben ) aufgespürt. Es handelt sich um junge Spermwale, die dort aufwachsen. Wir haben vier Walrücken mit Endflossen gesehen sowie einige Albatrosse. Aufgrund der großen Wellen waren Tina und einige andere Passagiere seekrank und konnten dieses Erlebniss nicht wirklich genießen. Zum Schluß zeigten sie uns noch eine Seehundkolonie, bevor es wieder an Land ging. Leider sahen wir weder Delphine noch Orkas, welche man wohl am Vortag gesichtet hatte.
Die Schwiegereltern wanderten während unseres Ausflugs um Kaikoura herum und beobachteten eine Robbenkolonie. Wir trafen uns zum Mittag am Kaikoura Seafood BBQ, wo man alle möglichen Meeresfrüchte grillt, z.B. verschiedene Muscheln, Fische und Langusten. Sebastian und ich probierten eine Languste. Sie schmeckte gut, nur war leider nicht viel dran, um satt zu werden. So probierten wir anschließend auch noch frittierte Pauamuscheln. Für die anderen gab es Fisch.
Danach machten wir uns zusammen auf den Weg nach Norden in die Marborough Sounds nach Okhiwi, einem kleinen Fischerdorf. Wir hofften, dort am nächsten Tag auf eine Paddeltour. Die Strasse dorthin führte uns durch bergige Serpentinen mit tollen Aussichten. Dort angekommen statteten wir dem Strand wieder unseren Besuch ab und fanden tolle Jacobsmuscheln.
Am nächsten Morgen erkundigten wir uns wegen einer Paddeltour, doch leider ohne Erfolg. So entschieden wir uns, in das eine Autostunde entlegene Fischerdorf French Pass zu fahren. Darüber freute sich Tina, denn dort konnte sie uns alles zeigen, was sie damals mit den internationalen Schülern erlebt und gesehen hatte. Die Fahrt dorthin war traumhaft, auf beiden Seiten Wasser, herrlich weite Aussichten und Kühe und viele Schafe, wohin man sah.

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Im Ort meldeten wir uns für eine Wildlifetour mit dem Boot an, bis dahin vertrieben wir uns die Zeit im Ort und am Strand. Dann ging es los. Zuerst zeigte er uns die Muschelplätze ( Muschelfarmen ), viele verschiedene Seevögel ( wir sahen auch einen kleine Pinguin ) und wir umfuhren auch wieder eine Robbenkolonie. Wir fuhren anschließend kurz auf die Insel D`Urville Island, wo Tina damals mit ihrer Klasse im Freien übernachtete. Dann legte das Boot wieder ab und fuhr mit uns durch die Stromschnellen von French Pass, wo sich Tage zuvor viele Delphine getummelt hatten. Es ist eine bekannte Stelle, an der D elphine ihre Wanderroute haben. Leider hatten wir wieder kein Glück, wir hätten sie so gern einmal gesehen. Zurück an Land legte unser Kapitän noch einen von ihm gedrehten Film ein, welches die Tierwelt auf und im Wasser zeigt. Sehr interessant!

Anschließend fuhren wir bis Havelock, die "Grünschalmuschel-Welthauptstadt", welche 470 Einwohner hat. Dort übernachteten wir in der Nähe des Bootshafens auf einem Campingplatz.
Am Sonntag fuhren wir den Queen Charlotte Drive, eine herrliche und kurvenreiche Straße nach Anakiwa. Dort liehen wir uns für drei Stunden Kajaks aus. Mit Rettungswesten und einer intensiven Einführung durften wir dann endlich ins Wasser. Das Wetter war herrlich und wir paddelten drauf los. In der zweiten Bucht gingen wir kurz an Land für eine kleine Pause. Mittlerweile war die Sonne verschwunden und dunkle Wolken zogen auf, die Wind mitbrachten. Tina und ich hatten Mühe mit unserem Boot vom Land aufs Meer hinauszukommen. Die Wellen peitschten uns entgegen und wir mußten zeitweise große Kraft aufbringen, um gegen den Strom zu paddeln. Wir waren echt froh, als wir unser Ziel wieder erreicht hatten. Wir waren naß und völlig durchgefroren.
Anschließend trennten wir uns wieder von den Eltern, die noch zwei Tage auf der Südinsel blieben und wir legten kurz nach 6.00pm mit der Fähre in Richtung Wellington ab. Es war ein sehr schönes und erlebnisreiches verlängertes Wochenende.