Freitag, 28. Januar 2011

Das 2. Wochenende mit den Schwiegereltern

Am Freitagabend ( 21.01. ) gegen 19.30 Uhr trafen die Schwiegereltern braungebrannt wieder bei uns ein. Sie hatten viel zu erzählen von ihren Erlebnissen auf der Nordinsel. Nach dem Abendbrot setzten wir uns gemütlich bei einer Flasche neuseeländischem Wein zusammen und schauten uns die vielen tollen Fotos an. Neuseeland hat schon sehr beeindruckende Landschaften.
Samstag" fütterte" ich ersteinmal meine Waschmaschine, bevor wir uns dann gegen Mittag auf den Weg Richtung Lower Hutt machten. Dort wollten wir mal einen Wochenendmarkt besuchen, den es in jedem Ort gibt. Das ist eine Mischung aus grünem- und Trödelmarkt. Man kann preiswerter als im Supermarkt frisches Obst und Gemüse einkaufen und sieht obendrein noch die verschiedensten exotischen Früchte.
Weiter fuhren wir gen Norden zum Kaitoke Regional Park. Dort wollten wir wieder eine Wanderung machen, welche diesmal leider ins Wasser fliel. Aufgrund von Dauerregen waren wir beizeiten klatschnass biss auf die Haut, sodass wir den Rückzug antraten und nach Hause fuhren. Dort gab es Kaffee und Kuchen und die Wäsche konnten wir trocken abnehmen, da es in Wellington nicht geregnet hatte.

Abends fuhren wir dann in die Stadt zum Essen und verbanden dieses gleich mit einem schönen und ausgedehnten Spaziergang am Wasser entlang. Gegen 10.00pm waren wir zurück und ließen den Abend wieder mit leckerem Wein ausklingen.

Der Sonntag begrüßte uns mit Regen. Deshalb konnten wir ohne schlechtes Gewissen ausschlafen, da wir ja nichts verpassten. Es regnete in Strömen, sodaß wir alle Vorhaben begraben konnten. Nach unserem späten Frühstück machten wir uns auf zum Te Papa, dem Nationalmuseum. Stundennlang, bis zur Schließung um 6.00pm hielten wir uns dort auf ohne das Langeweile aufkam. Es ist alles sehr interessant. Man erfährt alles über die Entstehungs-bzw. Besiedlungsgeschichte Neuseelands.
Anschließend waren wir noch Einkaufen für das Abendbrot. Es gab zwei Sorten frischen Fisch, gebratene Auberginen und Süsskartoffelpüree mit Ingwer. Exotisch und sehr lecker!
Es regnete den ganzen Tag und die ganze Nacht.

Am Montag, dem 24.01. hieß es wieder Abschied nehmen, denn die Eltern machten sich auf den Weg zur Fähre, die sie auf die Südinsel bringt. Dort wollen sie noch gut eine Woche das Land erkunden, bevor sie nächsten Dienstag zurück nach Wellington kommen, um die letzten zwei Tage bei uns zu sein.

Dienstag, 25. Januar 2011

Whanganiu Nationalpark

Ein Maori waka
Unsere Heimfahrt am Sonntag führte uns durch einen anderen Nationalpark. Durch ihn hindurch fließt der gleichnamige Fluss, an dem wir die ganze Zeit nebenher gefahren sind. An einigen Aussichtspunkten hielten wir an, um die herrliche Landschaft zu genießen.




und London is auch gleich um die Ecke ;)

das 'Riverqueen' Boot
Der Weg führte durch Maorigebiet und wir kamen an einigen alten Maoridörfern vorbei. In Matahiwi kehrten wir ein, um einen Kaffee zu trinken und um die Maorikunst, die es dort zu kaufen gab, zu bewundern. Vor dem Gebäude stand ein altes hölzernes Schiff, welches im Wetaworkshop gebaut wurde für den Film: River Queen. Dieser Film wurde dort in diesem Gebiet gedreht.

Weiter ging es auf der zum Teil unbefestigten Strasse nach Koriniti, einem Maoridorf, welches man mit persönlicher Einladung betreten darf. Als wir uns den Gebäuden näherten, kam ein Mädchen auf uns zu und bat uns herein. Dort konnte man die marae ( bezieht sich eigentlich auf das geheiligte Gelände vor dem Versammlungshaus der Maori, im allgemeineren Gebrauch aber auch auf den gesamten Gebäudekomplex ) besichtigen. Vor dem Betreten der Häuser immer Schuhe ausziehen! Ein kleineres Haus war als Museum eingerichtet, zwei größere Gebäude waren mit Matratzen bestückt, um Wanderern ein Nachtlager zu geben. Nebenan stand noch eine niedliche kleine Kirche.


In Wanganui gingen wir noch alle zusammen essen, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Die Schwiegereltern wollen noch weiter die Nordinsel erkunden und wir mußten wieder nach Hause. Unterwegs sprangen Sebastian und ich nochmal an der Otaki Bay in die Wellen-herrlich erfrischend. Gegen 9.00pm waren wir zurück vom tollen Wochenende mit aufregenden Eindrücken und einem Wahnsinnsmuskelkater, welcher uns noch ein paar Tage begleitete.

Der letzte Blick das Tal hinauf
Die nächsten Tage verbrachten wir wieder ruhig daheim mit unserem Alltag. Dienstag und Mittwoch hatten wir Höchsttemperaturen von 30°C. Mittwochabend erlebten wir einen herrlichen Aufgang vom riesengroßen Vollmond. Einfach toll.

Montag, 24. Januar 2011

Tongariro Alpine Crossing

Freitagabend gegen 7.30pm machten wir uns auf den Weg in den Tongariro Nationalpark, wo die Schwiegereltern auf uns warteten und uns zwei Übernachtungen organisiert hatten. Wir fuhren ca. fünf Stunden, bis wir gegen 1.30am erschöpft in unsere Betten fielen. Unterwegs wurden wir noch von der Polizei angehalten und ich mußte das erste Mal "pusten" (Alkoholtest machen). War ganz schön aufregend.

 Am nächsten Morgen wurden wir halb acht geweckt, um noch Zeit fürs Frühstück zu haben. Denn pünktlich 9.00am fuhr der Zubringerbus zum Ausgangspunkt unserer Wandertour. Dieser holte uns dann 5.00pm am Endpunkt unserer Route wieder ab. Das wurde alles im Vorraus gebucht und bezahlt. Wir mußten uns mit 1,5 Liter Wasser pro Kopf und genügend Essen ausrüsten, da es unterwegs nichts gab. Eine 20km-lange, herrliche, aber auch sehr anstrengende Tour lag vor uns. Es ging über 1900m hoch, bergauf und bergab über Stock und Stein, mit heftigen Windböen, Nebel und Sonnenschein und einmalig schönen Aussichten. Wir waren in " Mordor und sahen auf den Feuerberg, in den Frodo seinen Schatz hinein werfen mußte ". Es ist einer der drei aktiven Vulkane hier im Nationalpark. Im Winter ist diese Region ein großes und beliebtes Skigebiet. Zur Tour willl ich garnicht soviel schreiben, seht selbst:























































Völlig ko und fix und fertig kamen wir nach sieben Stunden am vereinbarten Treffpunkt an, wo wir schon von unserem Fahrer erwartet wurden. Jede Faser unserer Körper taten weh, jede kleinste Bewegung schmerzte. Aber es hatte sich gelohnt.
Abends gab es dann Nudeln mit Tomatensoße, Bier und Wein, um die Schmerzen zu betäuben.