Mittwoch, 29. Dezember 2010

dann vier, dann steht der Weihnachtsmann vor der Tür.

Die letzten zwei Wochen waren hier sehr ungemütlich. Es regnete überwiegend und stürmte sehr stark, sodass man aufpassen musste, um nicht wegzufliegen. Tina und ich verbrachten die meiste Zeit zu Hause und waren froh, nicht hinaus zu müssen. Tina zog in das kleinere Zimmer um, da sie in dem großen mit dem runden Fenster nicht schlafen konnte.
Auf dem Weg zum Leuchtturm
 Am 18.12. fuhren Sebastian und ich nach Upper Hut. Dies ist ein Ort im Hutt Valley, ca. 30 Autominuten von Wellington entfernt. Dort holten wir unser ersteigertes Bett ab, welches für die Gäste und später dann für uns ist. Am Nachmittag gingen wir, wie jeden Samstag, shoppen. Diesmal stand der Weihnachtseinkauf auf der Liste. Wir kauften für uns alle (im Auftrag des Weihnachtsmannes) Bodyboards, nur Flossen bekamen wir leider nicht :(. Deshalb machten wir uns am Sonntag erneut auf den Weg in die Stadt und bekamen für Sebastian und mich die letzten in unserer Größe. Der Verkäufer war so nett und rief in einer  Filiale der Nachbarstadt (Lower Hutt) an und ließ für uns ein paar Flossen fuer Tina zurücklegen. Unterwegs fiel uns ein, dass bei unserem ersteigerten Bett der Lattenrost fehlte. Wir fuhren heim und tatsächlich war er nicht dabei gewesen. Sebastian rief bei der Familie an und wir machten uns einen Treffpunkt in der Mitte der Strecke auf einem Parkkplatz aus. Vorher fuhren wir noch schnell in Lower Hutt vorbei und kauften die für uns zurückgelegten Flossen. Am verabredeten Treffpunkt wurden wir schon erwartet und der Lattenrost in Empfang genommen. Glücklich, das Bett komplett zu haben, machten wir uns auf den Heimweg. Dort gab es dann, zum 4. Advent, selbstgebackene Plätzchen und vier Teelichter wurden angezündet.

Die darauffolgende Woche war vom Wetter genauso schlecht wie die vorige. Man hatte keine Lust aus dem Haus zu gehen. Montag bauten Tina und ich das Bett auf. Am Mittwoch holte Sebastian uns Mittag ab, da Tina einen Termin beim Kieferorthopäden hatte. Es dauerte eine knappe Stunde bis sie mit Tina fertig waren. Die nächsten Tage, ausgerechnet zu Weihnachten, waren für sie eine Qual. Sie hatte große Schmerzen und konnte nichts essen, später gabs dann Breikost, weiches Brot und Bananen.
Einen Tag später waren wir wieder shoppen und da wir zu Weihnachten grillen wollten, brauchten wir noch einen Grill, Holzkohle etc.
Heiligabend hatte Sebastian frei. Wir schliefen aus, frühstückten gemütlich und überlegten uns ein Ausflugsziel bei sehr durchwachsenem Wetter. Wir fuhren mit dem Auto um die Wellingtoner Bucht über Lower Hutt in Richtung Days Bay und Eastbourne, ein beliebtes Ausflugsziel mit Auto oder Fähre. Als die Strasse endete parkten wir unser Auto und begannen unseren Ausflug an der Küste entlang in Richtung eines Leuchtturms.

Aussicht auf Miramar und Karaka Bays

Die Suedinsel in der Ferne
 Gegenüber sah man Wellington mit allen uns bekannten Stadtteilen wie z. B. Miramar und Hataitai. Unterwegs rissen die Wolken auf und es wurde sehr sonnig und warm, gut das wir die Sonnencreme dabei hatten. Da sich der Weg sehr lang, zu lang , hinzog kehrten wir irgendwann um, ohne unser Ziel erreicht zu haben.


Das Ziel in der Ferne

Zuhause zogen wir uns um und fuhren an einen schönen Badestrand. Dort gab es dann Weihnachtsplätzchen und Sebastian ging zu Heiligabend im Meer baden. Mir war das Wasser zu kalt, sodass ich nur mit den Füssen drin war.
Baden am Scorching Bay
Wieder zurück wurde der Grill eingeweiht. Es gab Steaks, Geflügelspieße, Gehacktes und Feta. Lecker, lecker!!!!


Zeit fuer die Bescherung!. Es gab für alle eigene Bodyboards und Schwimmflossen von den Schwiegereltern geschenkt sowie eine Kiste neuseeländischer Weine. Wir schenkten uns für alle einen Schnupperkurs im Tauchen und etwas Süßes zum Naschen. Anschließend spielten wir noch Karten und ließen den Abend mit einem Glas Wein ausklingen.


1. Weihnachtsfeiertag und wir wurden von herrlichem Sommerwetter geweckt. Es tat richtig gut, nach den vielen stürmischen Regentagen schon früh blauen Himmel zu sehen. Außerdem war das eine Chance heute unsere Weihnachtsgeschenke auszuprobieren. Nachdem wir mit der Familie geskypt und Weihnachtswünsche ausgetauscht hatten, wurde auf der Terasse gefrühstückt und danach packten wir unsere Sachen für den Strand zusammen. Bei herrlichem Sonnenschein stürzten wir uns in die eiskalten Fluten ( ca. 16°C ), aber dank unserer Wetsuits steckten wir warm. Mit unseren Boards und Finns kamen wir gut zurecht und erwischten einige gute Wellen, auf denen wir in Richtung Strand surften. Es machte allen riesigen Spaß. Nach zwei Stunden war Tina durchgefroren und Sebastian war kaputt, mir machte es soviel Spaß, sodass ich schweren Herzens das Wasser verließ. Ich hätte gern noch eine Weile weitergesurft. Zu Hause wärmten wir uns erstmal auf und relaxten im Garten.
Abends gab es dann Klöße ( aus Deutschland importierte Knödel ), selbstgemachtes Rotkraut und Rouladen. Da alles schön weich war, konnte auch Tina alles gut essen. Sie verputzte vier Knödel und war seit langem mal wieder richtig satt.

2. Weihnachtsfeiertag und das Wetter war leider nicht mehr so toll. Die Wolken überzogen den Himmel, dabei wollten wir doch diesen Tag wieder im Meer verbringen. Am frühen Nachmittag machten wir uns trotz windigen Wetters auf zum Strand. Nach einer Stunde im Wasser waren wir total durchgefroren und gaben auf. Nachdem wir uns alle zuhause unter der Dusche aufgewärmt hatten, gab es Kaffee und Plätzchen. Gegen 18.00 Uhr fuhren wir in die Stadt und gingen Pizza bzw. Pasta essen und anschließend stand Kino auf unserem Programm. Wir haben uns den neuen Narnia-Film in 3D angesehen, natürlich auf englisch. Tina und ich hatten Bedenken, dass wir nichts von der Handlung mitbekommen, aber entgegen allen Befürchtungen konnten wir dem Film gut folgen und teilweise sogar verstehen. Das war für mich schon ein Erfolgserlebnis! Daheim klang der zweite Feiertag mit einem Cola-(Schoefferhofer)Weizen vor dem Fernseher aus.
Übrigens waren hier nur am 25. die Geschäfte zu, am 26. konnte man wieder überall einkaufen gehen. Auch Heiligabend war ganz normaler Arbeitstag bis abends.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

wuenschen euch die Drei von der anderen Seite. Feiert schoen im Kreise eurer Lieben und geniesst die weisse Pracht. Wir werden uns in die Wellen schmeissen und sind in Gedanken bei Euch

Bis Bald!

Jana & Seb

Samstag, 18. Dezember 2010

dann drei, ...

Die vergangene Woche verlief sehr ruhig. Aufgrund des schlechten Wetters fuhr Sebastian täglich mit dem Auto auf Arbeit, sodass wir daheim fest saßen. Allerdings hatten wir bei dem teilweise naßkalten und sehr windigen Wetter auch keine Lust einen Fuß vor die Tür zu setzen. Wir schliefen jeden Tag aus und frühstückten gemütlich. Wir verbrachten viel Zeit vor dem Laptop. Am Dienstag hat Tina wieder eine große Menge Plätzchen gebacken und ich habe in der Zeit in der Küche Fenster geputzt. Mittwoch habe ich dann endlich mal wieder ein paar Einträge in unserem Blog gemacht, damit ihr wieder auf den neuesten Stand gebracht werdet. Am 09.10. kam endlich mal für einen Tag die Sonne raus und lockte mich in den Garten. Dort machte ich mich an den knochentrockenen Boden des Vorgartens, um das Unkraut zu vernichten. Warum muß Unkraut eigentlich überall wachsen??? Wahrscheinlich hätte man sonst nichts zu tun. Freitag, der 10.12., vor 20 Jahren wurde ich zum ersten Mal Mutter. Mein Sohn mußte leider seinen runden Geburtstag ohne seine Familie feiern. Aber in Gedanken sind wir bei ihm gewesen und haben uns per Skype auch sehen können.
Am Wochenende wollte sich Sebastian ausruhen und ausschlafen. Wir hatten keine Pläne gemacht. Samstag fühlte sich Tina nicht so gut, sie hatte aufgrund des heftigen Windes kaum geschlafen. Sie blieb den ganzen Tag drinnen und ruhte sich aus. Sebastian und ich fuhren mal wieder einkaufen und machten einfach nichts. Abends kochte ich Nudeln mit grünem Spargel in Sahnesauce, lecker.
Lyall Bay

Der Sonntag, 3. Advent, weckte uns endlich mal wieder mit Sonnenschein, nachdem es die ganze Woche nur grau war. Wir haben auf der Terasse gefrühstückt und beschlossen, den sonnigen Tag zu nutzen. Da es ja letzten Sonntag wegen des schlechten Wetters nicht geklappt hatte, wollten wir heute das Bodyboarden ausprobieren. Wir packten unsere Wetsuits und Badesachen ein und fuhren zur Lyall Bay, wo es gute Wellen gab. Vorher gingen wir noch in den Laden, indem wir für Tina und Sebastian ihre Wetsuits gekauft hatten, um uns drei Bodyboards und für jeden noch ein paar Schwimmflossen auszuleihen. Dann gings voller Tatendrang zum Auto zurück und wir zwengten uns in unsere Anzüge. 

Wir waren alle etwas aufgeregt, weil wir nicht wußten, was uns erwartet. Im Wasser war reger Betrieb, von allen Surfarten war jemand vertreten. Das Wasser war eiskalt, wie wir später im Internet nachlasen 15°C und die Lufttemperatur ebenfalls ca. 15°C. Allerdings fühlte es sich wegen des Sonnenscheins deutlich wärmer an. Dank unserer Wetsuits war es trotzdem angenehm im Meer. Wir legten uns auf unsere Boards und paddelten mit unseren Flossen und den Armen hinaus . Dabei beobachteten wir andere Leute, um von ihnen zu lernen. Es ist garnicht so einfach den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, um mit der Welle oder besser auf ihr in Richtung Ufer zu gleiten. Tina hat es ein paar mal richtig super hinbekommen.

Auch Sebastian erwischte einmal eine Superwelle und fand sich plötzlich auf einer Welle direkt über Tina wieder. Da sie sich berührten und um sich nicht zu verletzen, brach Sebastian seinen Wellenritt ab. Leider erwischte er keine weitere Welle mehr so gut. Als Tinas Gesicht und Hände schon lilagefroren waren, wollten wir mit der letzten guten Welle wieder an Land und für diesen Tag aufhören. Da kam meine Chance auf eine herrlich große Welle und ich erwischte diesmal genau den richtigen Zeitpunkt. Ich befand mich plötzlich auf der Welle und flog meterweit über das Wasser. Ich stieß einen Jubelschrei aus und fühlte mich großartig. War das ein geniales Gefühl ! Tina guckte mich komisch an, was ihre Mutter für Töne von sich gab. Aber es war einfach herrlich. 

So also ging Bodyboarden. Vorher hatte es bei mir nie geklappt. Ich hatte große Lust weiterzumachen, aber für heute war Schluß. Wir waren ungefähr 1.5 Stunden im Wasser und gaben anschließend die geliehenen Sachen zurück. Wir beschlossen, uns demnächst eigene Flossen und Boards zu kaufen, da es uns allen Spaß gemacht hat. Wir werden das noch oft wiederholen.
Da uns das salzige Meerwasser hungrig gemacht hatte, hielten wir auf dem Heimweg bei Subway und holten uns jeder ein Sandwich. Tina klapperte , weil sie total durchgefroren war. Zu Hause gab es erstmal für jeden etwas Heißes zu trinken. Wir waren doch von den zwei Stunden ganz schön geschafft, sodass wir uns den restlichen Sonntag ausruhten.
Am Montag jedenfalls wachten wir alle drei mit einem Muskelkater in den Armen und teilweise Beinen auf.

Sonntag, 5. Dezember 2010

dann zwei, ...

Wochenende!
Als wir die Augen aufschlugen, erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, so dass wir auf der Terasse frühstücken konnten. Das herrliche Wetter trieb uns raus in die Stadt. Sebastian wollte in einen Surfladen am Hafen, um sich nach gebrauchten Surfbrettern zu erkundigen. Leider hatten sie nichts da. Weiter ging es durch die Stadt. Wir kauften für Tina eine kurze Jeans und ich bekam einen Wetsuit ( Neoprenanzug zum Surfen, Schnorcheln, usw. ). Die Wassertemperaturen hier sind nämlich nicht gerade angenehm, sodass es mit so einem Anzug deutlich besser ist. Leider gab es für die anderen Beiden nicht die passenden Größen. Anschließend fuhren wir noch in ein Gartencenter, um uns nach Sonnenschirmen für die Terasse umzusehen und noch in ein Sportgeschäft wegen der Wetsuits. Leider auch da ohne Erfolg. Zum Schluss sahen wir uns dann noch den REAL SURF- Laden an. Dort kann man sich Boards ausleihen, Surfkurse machen und verschiedene Sachen kaufen, unter anderem auch Wetsuits. Tina probierte drei und einer passte ihr, Sebastian entschied sich für den zweiten. Glücklich über unsere Errungenschaften machten wir uns auf den Heimweg und beschlossen am nächsten Tag unsere Anzüge gleich auszuprobieren. Wir wollten uns Bodyboards ausleihen
Blick nach Miramar, mit Flughafen an der schmalsten Stelle
Daheim gab es Kaffee und Kuchen und eine kleine Pause bevor wir unser nächstes Vorhaben in die Tat umsetzten. Tina wollte uns einen Berg mit wundervoller Aussicht zeigen, den sie bereits einige Tage zuvor durch einem Freund kennengelernt hatte. Da wir am Vortag den Sonnenuntergang nur knapp verpasst hatten, wollten wir es heute nachholen. Wir machten uns Brote, Obst und etwas zu Trinken, um auf dem Berg Abendbrot zu essen und die Sonne untergehen zu sehen. Wir fuhren mit dem Auto zum Zoo und parkten dort. Ab jetzt hatte Tina das Sagen und führte uns am Zoo vorbei, zeigte uns, wo ihr Kumpel wohnt und bestieg mit uns den Mount Albert mit Blick zur Südküste.
Eine herrliche Aussicht belohnte uns für den Aufstieg. Die Sonne stand noch in aller Pracht am Himmel, wir waren also rechtzeitig da. Tina zeigte uns die ganze Umgebung mit Blick in alle Himmelsrichtungen. Leider wurde es allmählich für Tina zur Qual, da ihr Heuschnupfen sich bemerkbar machte. Sie nießte ständig, die Nase schwoll zu und die Augen tränten. Die Gräser stehen in voller Blüte und daran hat vorher keiner gedacht. Aber sie hielt tapfer durch. Wir suchten uns einen schönen Sitzplatz und beobachteten nun die langsam untergehende Sonne. 
Blick  auf Wellington City
Nebenbei gab es unsere geschmierten Brote und Obst und im Hintergrund spielte Livemusik. Plötzlich fiel Sebastian ein, das Bon Jovi im Westpack-Stadium ein Konzert gibt. Nun wurde es Zeit die Fotoapparate herauszuholen und das Naturschauspiel im Bild festzuhalten. Es war herrlich anzusehen und ging am Ende sehr schnell, bis die Sonne verschwunden war. Wir überlegten noch hinter welchem Land die Sonne unterging, aber hatten keine Idee. Die Südinsel war es nicht, denn sie liegt weiter im Süden. In der Dämmerung ging es den Berg hinab. Es hat uns allen sehr gut gefallen. Den Tag ließen wir mit einem Glas Wein und einem Spiel auf der Wii ausklingen.


Sonntag-2. Advent
Unser Vorhaben, am Strand zu surfen, konnten wir leider nicht in die Tat umsetzen, da es heute sehr windig und grau war. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, gab es heute mal ein amerikanisches Frühstück. Tina machte für uns Pankakes mit Ahornsirup ( das sind etwas dickere Eierkuchen ). Lecker! Gemeinsam machten wir einen Plan für diesen Tag. Wir faulenzten erstmal, bevor wir dann zum TE PAPA fuhren. Wir waren schon mal vor einigen Wochen in diesem großen und berühmtesten Museum Neuseelands. Diesmal erkundeten wir die zweite Etage, wo es um die Maoriekultur und die Entstehungsgeschichte Neuseelands geht. Es war sehr interessant.
Zu Hause tranken wir Kaffee und aßen vom leckeren Zitronenkuchen. Anschließend entschieden wir uns endlich für eine Autoversicherung bei der AA.
Abends gab es dann nochmal Eisbein, Sauerkraut und Kartoffeln. Aus der restlichen Brühe zauberte ich für den nächsten Tag eine leckere Gemüsesuppe.

Samstag, 4. Dezember 2010

Geburtstag

03.12.- Sebastians 31. Geburtstag

Am Vortag waren Tina und ich einkaufen, um Sebastian an seinem Geburtstag zu überraschen. Nachmittag haben wir für ihn Zitronenkuchen gebacken. Freitagfrüh standen Tina und ich gegen 7.00 am auf, um seinen Geburtstagstisch vorzubereiten. Wir stellten den geschnittenen Zitronenkuchen, indem wir kleine "HAPPY BIRTHDAY "-Kerzen hineinsteckten und einen weiteren kleinen runden Schokoladenkuchen mit einer kleinen " BOY "-Kerze auf den Tisch. Außerdem einen bunten Blumenstrauß, eine große Kerze, einen Adventskalender und ein großes Foto seiner Eltern, welches am Vortag mit der Post kam. Dann weckte ich das Geburtstagskind und Tina zündete inzwischen die Kerzen an. Er war sichtlich überrascht und blies die Geburtstagskerzen aus.

Anschließend frühstückten wir gemeinsam, bevor wir Sebastian zur Arbeit fuhren. Später ging ich ne Runde joggen. Habe mir vorgenommen zweimal in der Woche eine halbe Stunde zu joggen, mal sehen, wie lange ich das durchhalte.
Mittag holten wir Sebastian von Arbeit zum Lunch ab und fuhren zur Lyall Bay ins Cafe Maranui. Sebastian probierte erstmals Muscheln. Man kann sie essen, aber zu unserer Leibspeise werden sie nicht. Ich aß Fisch und Tina Pommes ( hier heißt das Chips ). Dann mußte Sebastian weiterarbeiten und ich kochte unser Abendessen, mit dem wir Sebastian überraschen wollten. Es gab deftig deutsches Essen: Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln! Ein voller Erfolg, wie sich dann herausstellte, als ich Sebastian von Arbeit abholte.
Da noch herrliches Wetter war, aßen wir auf der Terasse und überlegten uns das Abendprogramm. Wir fuhren nach Moa Point ans Meer, um den Sonnenuntergang über dem Wasser zu erleben.

Leider waren wir etwas spät dran, denn die Sonne war schon weg. Allerdings war das Abendrot herrlich. Wir kletterten wieder über die vielen Felsen und ich fand dabei wieder einige schöne Muscheln.

Im Dunkeln ging es über die rutschigen Felsen zurück zum Auto. Daheim wurde erstmal mit einem Weißwein auf das Geburtstagskind angestoßen und zum Tagesausklang wurde Wii gespielt.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, ...

Unser erstes Adventswochenende verlief eigentlich wie immer, d.h. am Samstag ging es diesmal in ein Gartencenter. Diesmal standen Pflanzen für drinnen und draußen, Übertöpfe und Gartengeräte auf unserer Einkaufsliste.
Zu Hause dann machten wir uns an die Arbeit. Sebastian schrubbte unseren Terassentisch sauber. Es war sehr aufwendig und anstrengend, sowie eine nasse und schmutzige Angelegenheit. Anschließend war der Tisch sauber und mein Mann reif für die Waschmaschine bzw. für die Dusche. Aber die Arbeit hat sich gelohnt, der Tisch sieht aus wie neu. Mal sehen, wann er Lust hat die Stühle noch zu erneuern.
Ich habe in der Zwischenzeit unsere Wohnzimmerpflanzen in schöne Übertöpfe umgepflanzt und die neu erworbenen Tomaten-, Paprika-und Gurkenpflanzen in größere Kübel umgetopft. Jetzt ist unser Gewächshaus voll, 6 Tomatenpflanzen und eine gelbe sowie eine rote Paprikapflanze. Draußen neben dem Haus stehen zwei unterschiedliche Gurkenpflanzen und eine Physalis.
Andere gekaufte Pflanzen habe ich dann später in der darauffolgenden Woche in einen bereits vorhandenen Blumenkübel gepflanzt.
Dann wurde es Zeit für das Abendbrot: Meatballs, frisches Möhrengemüse und Kartoffeln.
Nun wurde es Zeit uns schön zu machen, da wir eine Einladung zur Weihnachtsfeier von Sebastians Firma hatten. Tina war unser Modeberater und als sie mit uns zufrieden war, verließen wir das Haus Richtung Bushaltestelle. Da das Event im Hafen war, fuhren wir erstmals mit dem Bus. Das war ganz schön aufregend, da der Busfahrer wie ein Gejagter durch die engen und kurvenreichen Straßen fuhr.

Es waren sehr viele Gäste gekommen in den unterschiedlichsten Outfits, alles war erlaubt. Ein DJ legte auf und später spielte auch noch eine Liveband. Essen und Trinken konnte man nach Herzenslust, es kostete nichts. Ich lernte verschiedene englisch-und deutschsprachige Leute, bzw. Arbeitskollegen von Sebastian kennen. Gegen 1.15 am fuhren wir mit einem Taxi heim und fielen müde ins Bett.


Sonntag schliefen wir erstmal lange aus und frühstückten bei herrlichem, sonnigen Wetter auf dem Balkon ( 1. Advent ). Dabei holte ich mir einen kleinen Sonnenbrand auf der Schulter. Am frühen Nachmittag waren wir bei Freunden zur Babyparty eingeladen. Es ist ein amerikanischer Brauch, wo den werdenden Eltern Babygeschenke gemacht werden. Von uns gab es nur Blumen für die Eltern und das Baby bekommt dann etwas nach der Geburt. ( Geburtstag feiert man ja auch nicht vor! ) Viele Freunde waren gekommen und der Rost brannte. Als die meisten Leute weg waren, konnten wir dann auch mal mit unseren Gastgebern in deutscher Sprache plaudern. Vorher gabs nur englisch und das war für Tina und mich nicht so schön. Gegen 5.00 pm machten wir uns wieder auf den Heimweg

Am 29.11. hatten wir früh 9.00 am einen Termin in der Schule. Tina sollte ihre Wünsche zu den Unterrichtsfächern des kommenden Schuljahres sagen. In der 12. Klasse muß man 5 Fächer belegen. Mathe, Englisch, Biologie, Manschaftssport und Outdoorsport ( z.B. surfen, kajaken, tauchen usw. ) sind Tinas neuen Fächer. Am 31. Januar werden alle neuen Schüler in der Schule begrüßt. Sie lernen die Lehrer und die Schule kennen und am nächsten Tag beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt für Tina.

Dienstag dann hatten wir Mittag einen Termin bei ETC. Sie bieten Sprachkurse an, leider nicht mehr in diesem Jahr. Auch sie haben jetzt Sommerferien. Am 10. Januar beginnt ein neuer Kurs, indem ich dann wohl beginnen werde. Leider haben wir dann zu dieser Zeit gerade Besuch von den Schwiegereltern und wollten das Land erkunden, naja aber der Kurs muß sein. Nur vom Englischhören lernt man die Sprache nicht. Wir haben uns die Unterrichtsräume zeigen lassen und sind dann erstmal unverrichteter Dinge gegangen. Anschließend sind wir noch zu Tinas Kieferorthopäden gefahren, um ihren gebrochenen Bogen ihrer Zahnspange zu erneuern. Sie hatten einen Termin für uns eingeschoben. Zwei Tage später hatten wir dann unseren eigentlichen Termin dort. Wir brachten Tinas Vorbefunde aus Deutschland mit und Sebastian übersetzte so gut es ging. Sie machten auch viele verschiedene Fotos von Tinas Gebiss und der Arzt untersuchte ihren Mund. Er will innerhalb eines Jahres die Behandlung abschließen. Am 22. 12. hat sie wieder einen Termin und bevor man wieder geht, muß immer gleich die Rechnung bezahlt werden. Die Kosten übernimmt hier leider keine Krankenversicherung!
Am 01.12. haben wir die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken, schon etwas eigenartig bei Supersommerwetter.