Samstag, 18. Dezember 2010

dann drei, ...

Die vergangene Woche verlief sehr ruhig. Aufgrund des schlechten Wetters fuhr Sebastian täglich mit dem Auto auf Arbeit, sodass wir daheim fest saßen. Allerdings hatten wir bei dem teilweise naßkalten und sehr windigen Wetter auch keine Lust einen Fuß vor die Tür zu setzen. Wir schliefen jeden Tag aus und frühstückten gemütlich. Wir verbrachten viel Zeit vor dem Laptop. Am Dienstag hat Tina wieder eine große Menge Plätzchen gebacken und ich habe in der Zeit in der Küche Fenster geputzt. Mittwoch habe ich dann endlich mal wieder ein paar Einträge in unserem Blog gemacht, damit ihr wieder auf den neuesten Stand gebracht werdet. Am 09.10. kam endlich mal für einen Tag die Sonne raus und lockte mich in den Garten. Dort machte ich mich an den knochentrockenen Boden des Vorgartens, um das Unkraut zu vernichten. Warum muß Unkraut eigentlich überall wachsen??? Wahrscheinlich hätte man sonst nichts zu tun. Freitag, der 10.12., vor 20 Jahren wurde ich zum ersten Mal Mutter. Mein Sohn mußte leider seinen runden Geburtstag ohne seine Familie feiern. Aber in Gedanken sind wir bei ihm gewesen und haben uns per Skype auch sehen können.
Am Wochenende wollte sich Sebastian ausruhen und ausschlafen. Wir hatten keine Pläne gemacht. Samstag fühlte sich Tina nicht so gut, sie hatte aufgrund des heftigen Windes kaum geschlafen. Sie blieb den ganzen Tag drinnen und ruhte sich aus. Sebastian und ich fuhren mal wieder einkaufen und machten einfach nichts. Abends kochte ich Nudeln mit grünem Spargel in Sahnesauce, lecker.
Lyall Bay

Der Sonntag, 3. Advent, weckte uns endlich mal wieder mit Sonnenschein, nachdem es die ganze Woche nur grau war. Wir haben auf der Terasse gefrühstückt und beschlossen, den sonnigen Tag zu nutzen. Da es ja letzten Sonntag wegen des schlechten Wetters nicht geklappt hatte, wollten wir heute das Bodyboarden ausprobieren. Wir packten unsere Wetsuits und Badesachen ein und fuhren zur Lyall Bay, wo es gute Wellen gab. Vorher gingen wir noch in den Laden, indem wir für Tina und Sebastian ihre Wetsuits gekauft hatten, um uns drei Bodyboards und für jeden noch ein paar Schwimmflossen auszuleihen. Dann gings voller Tatendrang zum Auto zurück und wir zwengten uns in unsere Anzüge. 

Wir waren alle etwas aufgeregt, weil wir nicht wußten, was uns erwartet. Im Wasser war reger Betrieb, von allen Surfarten war jemand vertreten. Das Wasser war eiskalt, wie wir später im Internet nachlasen 15°C und die Lufttemperatur ebenfalls ca. 15°C. Allerdings fühlte es sich wegen des Sonnenscheins deutlich wärmer an. Dank unserer Wetsuits war es trotzdem angenehm im Meer. Wir legten uns auf unsere Boards und paddelten mit unseren Flossen und den Armen hinaus . Dabei beobachteten wir andere Leute, um von ihnen zu lernen. Es ist garnicht so einfach den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, um mit der Welle oder besser auf ihr in Richtung Ufer zu gleiten. Tina hat es ein paar mal richtig super hinbekommen.

Auch Sebastian erwischte einmal eine Superwelle und fand sich plötzlich auf einer Welle direkt über Tina wieder. Da sie sich berührten und um sich nicht zu verletzen, brach Sebastian seinen Wellenritt ab. Leider erwischte er keine weitere Welle mehr so gut. Als Tinas Gesicht und Hände schon lilagefroren waren, wollten wir mit der letzten guten Welle wieder an Land und für diesen Tag aufhören. Da kam meine Chance auf eine herrlich große Welle und ich erwischte diesmal genau den richtigen Zeitpunkt. Ich befand mich plötzlich auf der Welle und flog meterweit über das Wasser. Ich stieß einen Jubelschrei aus und fühlte mich großartig. War das ein geniales Gefühl ! Tina guckte mich komisch an, was ihre Mutter für Töne von sich gab. Aber es war einfach herrlich. 

So also ging Bodyboarden. Vorher hatte es bei mir nie geklappt. Ich hatte große Lust weiterzumachen, aber für heute war Schluß. Wir waren ungefähr 1.5 Stunden im Wasser und gaben anschließend die geliehenen Sachen zurück. Wir beschlossen, uns demnächst eigene Flossen und Boards zu kaufen, da es uns allen Spaß gemacht hat. Wir werden das noch oft wiederholen.
Da uns das salzige Meerwasser hungrig gemacht hatte, hielten wir auf dem Heimweg bei Subway und holten uns jeder ein Sandwich. Tina klapperte , weil sie total durchgefroren war. Zu Hause gab es erstmal für jeden etwas Heißes zu trinken. Wir waren doch von den zwei Stunden ganz schön geschafft, sodass wir uns den restlichen Sonntag ausruhten.
Am Montag jedenfalls wachten wir alle drei mit einem Muskelkater in den Armen und teilweise Beinen auf.

1 Kommentar:

  1. Wir wünschen euch ein frohes und sonniges ;-) Weihnachtsfest. Bei uns ist es derzeit spiegelglatt, da sich Schnee und Regen abwechseln. Das Schlittern auf Eis ist jedoch nicht ganz so unterhaltsam wie euer Bodysurfen. Lasst es euch gut gehen und weitere große Wellen wünschen die 3,5 Erfurter

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