Die letzten zwei Wochen waren hier sehr ungemütlich. Es regnete überwiegend und stürmte sehr stark, sodass man aufpassen musste, um nicht wegzufliegen. Tina und ich verbrachten die meiste Zeit zu Hause und waren froh, nicht hinaus zu müssen. Tina zog in das kleinere Zimmer um, da sie in dem großen mit dem runden Fenster nicht schlafen konnte.
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| Auf dem Weg zum Leuchtturm |
Am 18.12. fuhren Sebastian und ich nach Upper Hut. Dies ist ein Ort im Hutt Valley, ca. 30 Autominuten von Wellington entfernt. Dort holten wir unser ersteigertes Bett ab, welches für die Gäste und später dann für uns ist. Am Nachmittag gingen wir, wie jeden Samstag, shoppen. Diesmal stand der Weihnachtseinkauf auf der Liste. Wir kauften für uns alle (im Auftrag des Weihnachtsmannes) Bodyboards, nur Flossen bekamen wir leider nicht :(. Deshalb machten wir uns am Sonntag erneut auf den Weg in die Stadt und bekamen für Sebastian und mich die letzten in unserer Größe. Der Verkäufer war so nett und rief in einer Filiale der Nachbarstadt (Lower Hutt) an und ließ für uns ein paar Flossen fuer Tina zurücklegen. Unterwegs fiel uns ein, dass bei unserem ersteigerten Bett der Lattenrost fehlte. Wir fuhren heim und tatsächlich war er nicht dabei gewesen. Sebastian rief bei der Familie an und wir machten uns einen Treffpunkt in der Mitte der Strecke auf einem Parkkplatz aus. Vorher fuhren wir noch schnell in Lower Hutt vorbei und kauften die für uns zurückgelegten Flossen. Am verabredeten Treffpunkt wurden wir schon erwartet und der Lattenrost in Empfang genommen. Glücklich, das Bett komplett zu haben, machten wir uns auf den Heimweg. Dort gab es dann, zum 4. Advent, selbstgebackene Plätzchen und vier Teelichter wurden angezündet.
Die darauffolgende Woche war vom Wetter genauso schlecht wie die vorige. Man hatte keine Lust aus dem Haus zu gehen. Montag bauten Tina und ich das Bett auf. Am Mittwoch holte Sebastian uns Mittag ab, da Tina einen Termin beim Kieferorthopäden hatte. Es dauerte eine knappe Stunde bis sie mit Tina fertig waren. Die nächsten Tage, ausgerechnet zu Weihnachten, waren für sie eine Qual. Sie hatte große Schmerzen und konnte nichts essen, später gabs dann Breikost, weiches Brot und Bananen.
Einen Tag später waren wir wieder shoppen und da wir zu Weihnachten grillen wollten, brauchten wir noch einen Grill, Holzkohle etc.
Heiligabend hatte Sebastian frei. Wir schliefen aus, frühstückten gemütlich und überlegten uns ein Ausflugsziel bei sehr durchwachsenem Wetter. Wir fuhren mit dem Auto um die Wellingtoner Bucht über Lower Hutt in Richtung Days Bay und Eastbourne, ein beliebtes Ausflugsziel mit Auto oder Fähre. Als die Strasse endete parkten wir unser Auto und begannen unseren Ausflug an der Küste entlang in Richtung eines Leuchtturms.
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| Aussicht auf Miramar und Karaka Bays |
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| Die Suedinsel in der Ferne |
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Gegenüber sah man Wellington mit allen uns bekannten Stadtteilen wie z. B. Miramar und Hataitai. Unterwegs rissen die Wolken auf und es wurde sehr sonnig und warm, gut das wir die Sonnencreme dabei hatten. Da sich der Weg sehr lang, zu lang , hinzog kehrten wir irgendwann um, ohne unser Ziel erreicht zu haben.
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| Das Ziel in der Ferne |
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Zuhause zogen wir uns um und fuhren an einen schönen Badestrand. Dort gab es dann Weihnachtsplätzchen und Sebastian ging zu Heiligabend im Meer baden. Mir war das Wasser zu kalt, sodass ich nur mit den Füssen drin war.
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| Baden am Scorching Bay |
Wieder zurück wurde der Grill eingeweiht. Es gab Steaks, Geflügelspieße, Gehacktes und Feta. Lecker, lecker!!!!
Zeit fuer die Bescherung!. Es gab für alle eigene Bodyboards und Schwimmflossen von den Schwiegereltern geschenkt sowie eine Kiste neuseeländischer Weine. Wir schenkten uns für alle einen Schnupperkurs im Tauchen und etwas Süßes zum Naschen. Anschließend spielten wir noch Karten und ließen den Abend mit einem Glas Wein ausklingen.

1. Weihnachtsfeiertag und wir wurden von herrlichem Sommerwetter geweckt. Es tat richtig gut, nach den vielen stürmischen Regentagen schon früh blauen Himmel zu sehen. Außerdem war das eine Chance heute unsere Weihnachtsgeschenke auszuprobieren. Nachdem wir mit der Familie geskypt und Weihnachtswünsche ausgetauscht hatten, wurde auf der Terasse gefrühstückt und danach packten wir unsere Sachen für den Strand zusammen. Bei herrlichem Sonnenschein stürzten wir uns in die eiskalten Fluten ( ca. 16°C ), aber dank unserer Wetsuits steckten wir warm. Mit unseren Boards und Finns kamen wir gut zurecht und erwischten einige gute Wellen, auf denen wir in Richtung Strand surften. Es machte allen riesigen Spaß. Nach zwei Stunden war Tina durchgefroren und Sebastian war kaputt, mir machte es soviel Spaß, sodass ich schweren Herzens das Wasser verließ. Ich hätte gern noch eine Weile weitergesurft. Zu Hause wärmten wir uns erstmal auf und relaxten im Garten.


Abends gab es dann Klöße ( aus Deutschland importierte Knödel ), selbstgemachtes Rotkraut und Rouladen. Da alles schön weich war, konnte auch Tina alles gut essen. Sie verputzte vier Knödel und war seit langem mal wieder richtig satt.
2. Weihnachtsfeiertag und das Wetter war leider nicht mehr so toll. Die Wolken überzogen den Himmel, dabei wollten wir doch diesen Tag wieder im Meer verbringen. Am frühen Nachmittag machten wir uns trotz windigen Wetters auf zum Strand. Nach einer Stunde im Wasser waren wir total durchgefroren und gaben auf. Nachdem wir uns alle zuhause unter der Dusche aufgewärmt hatten, gab es Kaffee und Plätzchen. Gegen 18.00 Uhr fuhren wir in die Stadt und gingen Pizza bzw. Pasta essen und anschließend stand Kino auf unserem Programm. Wir haben uns den neuen Narnia-Film in 3D angesehen, natürlich auf englisch. Tina und ich hatten Bedenken, dass wir nichts von der Handlung mitbekommen, aber entgegen allen Befürchtungen konnten wir dem Film gut folgen und teilweise sogar verstehen. Das war für mich schon ein Erfolgserlebnis! Daheim klang der zweite Feiertag mit einem Cola-(Schoefferhofer)Weizen vor dem Fernseher aus.
Übrigens waren hier nur am 25. die Geschäfte zu, am 26. konnte man wieder überall einkaufen gehen. Auch Heiligabend war ganz normaler Arbeitstag bis abends.
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