Donnerstag, 25. November 2010

Alltag

So ihr Lieben, der Alltag hat uns eingeholt. Es ist nun eine Woche vergangen seit dem letzten Eintrag und so viel Neues passiert jetzt nicht mehr. Sebastian arbeitet jeden Tag zehn Stunden und die Abende vergehen wie im Flug. Tina kam letzten Freitag von ihrem einwöchigem Ausflug auf die Südinsel zurück und hatte viel zu erzählen. Bei Interesse einfach mal auf ihren Blog schauen.

Seit Montag fährt Sebastian jeden Tag mit dem Rad auf Arbeit. Ich bin ganz stolz auf ihn! Tina fahre ich jeden Tag in die Schule, dort steht jeden Tag etwas anderes auf dem Programm. Am Montag waren sie im Kino im neuen Harry Potter. Leider hat sie nichts verstanden und deshalb keine Freude daran gehabt. Dienstag gings zum Bowling und gestern hatten sie eine Schnupperstunde im Golfen. Heute besuchen sie den WETA- Workshop, wo Modelle für Filme hergestellt werden und anschließend gehts noch an den Strand.
Scorcher Bay

Bei mir gibt es nicht viel Neues. Ich hüte das Haus, putze, wasche, bügle und koche. Mit gärtnern habe ich auch schon begonnen. Wir haben einen kleinen Kräutergarten in Kübeln,

wir haben Kapuzienerkresse ausgesäht ( die Samen sahen unterschiedlich aus, bin auf das Ergebnis gespannt )  und Tomatenpflanzen stehen auch schon in unserem Gewächshaus. Wir haben vier verschiedene Sorten gekauft.


Jetzt ist gerade der Gärtner da, um den Rasen zu mähen. Darum muss ich mich hier nicht kümmern. Das wird anderweitig organisiert.
Mit einem Englisch-Sprachkurs sieht es sehr schlecht aus, da es jetzt in die Sommerpause geht. Die ersten Kurse beginnen erst wieder Anfang Januar, was ich sehr bedaure. Es ist für mich verlorene Zeit, aber ich versuche mir übers Internet etwas beizubringen und viel Englisch zu hören.

Ausblick aus der Bucht

Ausblick Richtung Miramar & Flughafen
Letztes Wochenende war ich mit Sebastian spazieren und wir haben Hataitai etwas kennengelernt. Hierzu ein paar Eindrücke.


Jana

Mittwoch, 17. November 2010

Ein eigenes Fahrrad

Letzten Sonntag machten wir uns gegen Mittag auf den Weg nach Waikanae, ca. 70 km nördlich von Wellington, um Sebastians ersteigertes Rennrad abzuholen. Ich fuhr hinwährts und Sebastian dann zurück. Es war unsere erste Bekanntschaft mit der hiesigen Autobahn, max. Fahrgeschwindigkeit 100 km/h. So konnten wir die herrliche Landschaft genießen, welche uns teilweise an Österreich erinnerte. Hohe grüne Berge mit vielen Schafen, die überall verteilt waren und vereinzelten "Almhütten". Andererseits sind wir direkt am Meer entlang gefahren und konnten die riesigen Wellen bestaunen.



Nach 1.5 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht und konnten das Rad in Empfang nehmen. Da wir nicht gleich wieder heim wollten, fuhren wir Richtung Strand. Hier unternahmen wir noch einen sehr schönen Spaziergang am Meer.

Krabbenpanzer

Hier gab es wieder total andere Muscheln als in Wellington, davon nahmen wir uns natürlich auch wieder schöne Stücke mit nach Hause. Diesmal sind wir alle barfuss durch den Sand und das Wasser gelaufen.



Es war nur eigenartig, dass in den hinterlassenen Fußspuren immer ein violetter Film sichtbar war. Sebastian meinte, dass es wie Öl aussieht. Das konnten wir uns aber nicht erklären, bis ich dann irgendwann dachte, ich sei in Hundekot getreten. Als ich dann meinen Fuß reinigen wollte, merkte ich wie schmierig und ölig-stinkend alles war. Es war total eklig und roch nach Benzin. Das vermießte uns natürlich den Ausflug und wir machten uns auf den Heimweg. Da wir alle Hunger hatten, fuhren wir erstmal zu Subway, um uns vorallem die stinkenden Hände zu waschen und dann mit einem leckeren Sandwich zu stärken.



Daheim angekommen, machte Sebastian erstmal eine Probefahrt mit seiner neuen Errungenschaft. Er holte seinen Helm, der hier Pflicht ist, und radelte trotz schlechten Wetters mal zu seiner Arbeitsstelle und zurück. Er war in ca. 15 min dort und brauchte für den Rückweg ca 10 min mehr wegen der Berge.

Jetzt fehlt nur noch die Figur zum Rad :)
Jana & Seb

Samstag, 13. November 2010

Kontaktaufnahme mit der Highshcool

Montag und Dienstag verbrachten Tina und ich zu Hause mit Hausputz und Wäschewaschen. Für Mittwoch, den 10.11. hatten wir 1.00 pm einen Termin mit der Direktorin der Highschool. Tina sollte etwas über sich erzählen und antwortete, so gut sie konnte und mit Sebastians Hilfe. Die Direktorin stellte uns die Möglichkeiten für Tina vor, da das Schuljahr nur noch vier Wochen dauert bis zu den achtwöchigen Sommerferien. Tina entschied sich für das Sommercamp nächste Woche mit der internationalen Klasse. Sie fahren am Montag mit der Fähre auf die Südinsel und dann noch mit Kleinbussen weiter in ein Reservat. Vormittags gibts etwas Englisch und nachmittags wird gewandert, geschwommen, gesegelt, Kajak gefahren und viele andere interessante Dinge, um sich kennenzulernen. Die letzten Wochen kommt Tina dann in die Klasse, in der sie dann bleibt und ins 11. Schuljahr wechselt. Am Donnerstag brachte ich Sebastian früh auf Arbeit, um Tina dann 11.00  zur Schule zu bringen. Sie hatte einen Termin zum Lunch und ein Treffen mit ihrer internationalen Klasse. Ihr war ganz schlecht vor Aufregung, als ich sie allein in der Schule zurück ließ. Ca. 1 1/2 h später klingelte sie mich zu Hause an, dass ich sie wieder abholen kann. Auf dem Heimweg erzählte sie von ihren neuen Eindrücken und neuen Bekanntschaften. Sie war die Neue, alle Anderen sind schon länger da und erhielten bereits ihre Zertifikate für den erfolgreichen Abschluß in der englischen Sprache.

Freitag, 12. November 2010

Sonntag- Zeit zum Ausruhen

Breaker Bay

Am 07.11. haben wir alle ausgschlafen und dann gab es leckeres Frühstück mit allem was dazu gehört.Anschließend ersteigerte Sebastian noch ein Fahrrad, welches wir am kommenden Wochenende in einem Ort 70 km weiter nördlich abholen müssen. Da werden wir dann etwas mehr von der Landschaft sehen, wenn wir Wellington verlassen. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zu einem der vielen Buchten, um wieder über die Felsen zu klettern, durch den Sand zu gehen und Muscheln für die Hausdecko zu suchen ( z.B. als Seifenschale ).


Sebastian war so mutig und lief barfuss durch den Sand und das kalte Wasser. Gegen 4.30pm machten wir uns auf den Rückweg und fuhren erstmal zum Weta-Cave. Das ist eine Ausstellung und gleichzeitig Verkaufsraum für Modelle, die für verschiedene Filme hergestellt wurden
(Herr der Ringe, King Kong u.a.). Wir trafen gleich zu Beginn auf Gollum, außerdem auf das Kostüm von Sauron und auf den "Schatz" (der eine Ring!).




Zurück daheim kochten Tina und Sebastian Tinas Wunschessen: Nudeln mit Tomatensoße und Hackfleisch. Ich putzte inzwischen unsere große dreieckige Badewanne ( mit Whirrlpool ), weil wir zum Tagesausklang noch ein Bad nehmen wollten. Es war herrlich! ! !





Freitag, 5. November 2010

Guy Fawkes- Nacht

An der Waterfront
Am Freitag, dem 05.11. fuhr Sebastian früher auf Arbeit, da wir am Abend in die Stadt wollten. Es sollte um 9.00pm ein großes Feuerwerk im Hafen stattfinden, anläßlich dem Jahrestag, als Guy Fawkes versucht hat, das Parlament in die Luft zu sprengen. Dieser Versuch aber mißlang. Jedenfalls war es den ganzen Tag schön und am Abend wurde es sehr ungemütlich. Es war hundekalt und es regnete sich ein.

Um die Wartezeit für die Besucher zu verkürzen, wurden verschiedene Rennen im Hafen veranstaltet, so z. B. mit Jetski, Jetboot oder Wasserski. Später dann sollten alle Zuschauer zum Himmel sehen, um nach einem Rettungshubschrauber Ausschau zu halten. Währenddessen fuhr ein Polizeiboot vor und dann kam auch schon der Helikopter. Es wurde eine Rettungsaktion vorgeführt, indem sich ein Helfer aus dem Hubschrauber auf das Boot abseilte, um dort eine angeblich verletzte Person zu bergen und sich dann wieder zu zweit hochziehen zulassen.
Rettungsaktion
Toll so etwas mal live mitzuerleben. Trotzdem war es bitterkalt und nass. Da wir noch gut ne Stunde Zeit hatten, gingen wir zu Mc Donalds, um uns aufzuwärmen und etwas warmes zu essen und zu trinken.
Aufgewaermt gehts zurueck zum Hafen

 Kurz vor 9.00pm waren wir zurück am Hafen und dann begann das Spektakel. Es war ein Traum von einem Feuerwerk mit dazu passender Musik, dass ca. 10 Minuten dauerte. Auf dem Heimweg und den ganzen Abend lang, knallte es überall. Jeder schoß seine eigenen Raketen in den Himmel, es war wie bei uns zu Silvester.



Donnerstag, 4. November 2010

Umzug ins eigene Heim

Abschied von unserem Hotel
Am Mittwoch, 03.11., hat Sebastian unseren Mietvertrag unterschrieben und 15.00 Uhr war Wohnungsübergabe, bei der Tina und ich dabei waren.  Anschließend waren wir noch in einem Geschäft, indem man Möbel mieten kann. Wir entschieden uns für zwei grosse Betten, einen Eßtisch mit 6 Stühlen, einen Zwei-und Dreisitzer, einen kleinen Couchtisch und einen Phonoschrank. All das sollte uns am nächsten Tag geliefert werden.
Unsere Habseligkeiten
Die ersten fünf Koffer brachten wir an diesem Abend noch ins Haus. Donnerstag verließen wir um 09.00 Uhr das Hotel und zogen in unser neues Heim: 79 Waipapa Road in Hataitai, Wellington. Sebastian fuhr gleich nach der Ankunft auf Arbeit und kam am Nachmittag wieder, als die Mietmöbel geliefert wurden. Am gleichen Nachmittag sind wir los, um das Nötigste einzukaufen: so z.B. Geschirr, Besteck, Kopfkissen, Bettdecken, Wasserkocher, Toaster etc. Nach dieser ersten Einkaufsorgie setzten wir Sebastian wieder auf Arbeit ab, um ihn dann gegen 22.00 Uhr wieder abzuholen (Sebastian muß täglich 10 Stunden arbeiten). Nebenbei mußte er sich auch noch um Strom, Gas, Internet und Telefon kümmern. Ich kann ihm leider nichts abnehmen, sodass Sebastian die doppelte Belastung hat und er ziemlich fertig ist.
Das beste ereignete sich Donnerstag Abend, als wir feststellten, dass wir nicht wie erwartet 2 grosse Bettdecken gekauft hatten, sondern nur eine. Die zweite ist wohl vom vollbepackten Einkaufswagen gerutscht.
Sebastian, ... frierend & ohne Decke

Tinas Zimmer mit Bett & Decke
Resultat des Ganzen war, dass Sebastian die Nacht alleine im kalten Bett, ohne Decke und nur mit Bettbezügen verbringen durfte. Ich hab mit bei Tina geschlafen. Freitag und Sammstag verbrachten wir mit noch mehr Shoppen (am Samstag ganze 7 Stunden!!). Nun haben wir aber das Nötigste.

Jana
Das erste Frühstück im neuen Heim

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Mittwoch, 3. November 2010

Autokauf

Nach nunmehr fast einer Woche mal wieder ein Lebenszeichen von uns.
unser neues Auto, Mitsubishi Lancer
Am 30.10. waren wir in dem uns empfohlenen Autohaus (Gebrauchtwarenhändler) und suchten uns drei Autos raus. Ein Bekannter von Sebastian kam am nächsten Tag mit und machte mit uns zusammen eine Probefahrt von unserem ausgesuchten Auto, einem Mitsubishi Lancer. Auch Sebastian fuhr mal und beide hatten ein gutes Gefühl, sodass wir uns für dieses Auto entschieden haben. Wir schliefen nochmal eine Nacht drüber und machten am Montag eine Anzahlung. Am Dienstag, den 02.11. kauften wir dann das Auto und nahmen es auch gleich mit. Jetzt musste ich erstmals allein Autofahren, ( Mietauto mit Tina als Beifahrer), weil Sebastian unser Auto fuhr. Wir brachten unseren Mietagen zurück. Mittwoch bezahlten wir dann die letzte Rate für unser Auto und damit war es unseres :).
Auf dem Parkplatz vor einem Firmengebäude & Treffpunkt mit unserer Haus-Findungs-Koordinatorin


Jana

Dienstag, 2. November 2010

Achterbahnfahrt beendet

03.11.2010
Die letzten Tage waren die reinste Achterbahnfahrt, die wir jetzt glücklicherweise gut überstanden haben. Wir dachten schon, wir müssen unter der Brücke schlafen. Wir hatten uns am Freitag für das Haus beworben und hofften nun am Montag auf Antwort, welche aber nicht kam. Zwei Tage später mussten wir allerdings aus dem Hotel raus sein, d.h. Sebastian rief alle möglichen Hotels an, um für uns etwas zu finden. Es sah schlecht aus, alles ausgebucht! Wir gingen am Montagabend völlig fertig ins Bett und wussten nicht, wie es weiterging, haben beide kaum geschlafen. Gleich Dienstagfrüh ging Sebastian nochmal zur Rezeption und um Verlängerung zu bitten- keine Chance! Wir baten per email unsere Hausmanagerin Jenny um Hilfe, da Sebastian auf Arbeit musste und wir in der Luft hingen. 9.30am kam die erlösende Nachricht, dass wir unser Haus bekommen. Der Mietvertrag wird heute unterschrieben und morgen( Donnerstag) können wir einziehen. Ausserdem rief unser Hotel Sebastian an und sagte ihm, dass wir noch ne Nacht länger bleiben dürfen. Uns fiel ein riesiger Felsblock vom Herzen, wir ihr euch sicher alle vorstellen könnt.
Letztes WE haben wir nach Autos geschaut und uns dann für einen Mitsubishi Lancer (Baujahr 2003) entschieden. Gestern haben wir dann eine Anzahlung geleistet und das Auto gleich mitgenommen. Wir haben unseren Mietwagen am Flughafen abgegeben und müssen, dank der Versicherung, "nur" 100 NZD bezahlen.
Da wir morgen umziehen, haben wir dann erstmal kein Internet. Wir werden euch hier mitteilen, wann wir wieder verfügbar sind. Bilder vom Auto und Haus folgen.
Übrigens danke nochmal an alle, die uns die Daumen gedrückt haben! ! !