Samstag, 8. September 2012

Rückblick April 2012


Es folgten 5 Wochen Ferien!

Am Montag, dem 02. April feierte Yesim ihren runden Geburtstag noch einmal und lud all unsere Freunde ein. Wir hatten herrliches Wetter und konnten die Superaussicht mit Blick auf die Südinsel genießen. Es war wieder ein sehr schönes Treffen.



 Den Nachmittag nutzte ich zum Holzhacken und abends war wieder Zirkeltraining. Heute kam Sebastian das erste Mal mit und war danach ganz schön k.o., aber er wollte nächste Woche wieder mit.
Dienstag habe ich dann das letzte Holz gehackt und war stolz auf meine Leistung, 4m3 geschafft zu haben. Nun konnte der Winter kommen.



Von Mittwoch bis Karfreitag zog Larisa und Familie bei uns ein. Wir hatten ihnen Hilfe angeboten, da ihr Mietvertrag am 04.04. ausgelaufen war, sie aber erst am 06.04. für einen Monat nach Hause in die Ukraine flogen. Sie hatten unser Angebot dankend angenommen. Wir verlebten ein paar schöne Tage zusammen.
Karfreitag musste Sebastian den ganzen Tag arbeiten, aber dafür hatte er das ganze Osterwochenende, einschließlich Ostermontag, frei.
Alle kommenden Tage hatten wir herrlich sonniges Wetter, sodass wir jeden Tag etwas anderes unternehmen konnten.



Am Samstag machten wir zum ersten Mal eine ausgiebige Fahrradtour um Wellington und kehrten zum Abschluss noch ins Maranui Cafe ein. Abends sind wir noch ins Kino und anschließend Abendbrot essen gegangen.


Ostersonntag haben wir eine 6 stündige Wanderung durch den Rimutaka Forest gemacht. Wir machten die gleiche Tour, die ich vor einem Jahr mit meinen Eltern gemacht hatte. Da Ostern und herrliches Wetter war, trafen wir viele Wanderer und Familien, die mit großen Rucksäcken für mehrere Tage unterwegs waren und in Hutts übernachteten. Irgendwann wollten wir das auch mal machen. Abends fielen wir völlig erschöpft aufs Sofa und guckten in die Röhre.

 



Fuer noch mehr Fotos aus dem Rimutaka geht es [Hier zur Galerie]


Auch Ostermontag war Superwetter. Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, fuhren wir shoppen. Ja richtig gelesen, wir waren einkaufen und das an einem Feiertag. Da haben hier in NZ trotzdem alle Geschäfte auf. Wir kauften uns preisreduzierte Squash-Schläger, da wir uns immer welche ausleihen mußten, wenn wir gespielt haben. Wieder zu Hause, machten wir es uns im sonnigen Garten gemütlich. Abends gab es dann gegrilltes Huhn auf Bierbüchse, lecker.




Die Woche vom 10.04. bis 14.04. verlief ruhig und es passierte nichts besonderes.
Am Sonntag machten wir unsere Wanderung im Akatarawa Forest, von der wir euch schon in einem vorherigen Eintrag berichtet haben. [Zur Galerie]

New Zealand Praying Mantis bei uns am Haus
Am 16.04. sind wir abends wieder beim Zirkeltraining gewesen und unsere Kondition wird immer besser.
Dienstag besuchte ich ein Seminar, indem es um Vorstellungsgespräche ging. Es war sehr hilfreich und interessant.
In Sebastians Mittagspause haben wir am Mittwoch einen Crosstrainer gekauft, den wir dann am Samstag abgeholt haben. Nun konnten die häuslichen Aktivitäten beginnen. Mittwochabend dann haben wir erstmals unsere neuen Squash- Schläger ausprobiert und uns eine Stunde ausgepowert.
Samstagabend waren wir das erste Mal zusammen mit Maurers, unseren deutschen Freunden, im Wellingtoner Westpack-Stadium zu einem Live-Rugby-Spiel. Es spielten Wellington gegen Christchurch, letztere gewannen haushoch. Es war eine gute Atmosphäre im Stadium, die mich völlig mitriß und mich mitfiebern ließ. Das wollten wir unbedingt noch mal wiederholen. Leider hatte ich unseren Fotoapparat vergessen, um Bilder von diesem Event zu machen. Nach dem Spiel fuhren wir zurück in die City, um noch ins Hooch (Bar) zu gehen und unseren Abend ausklingen zu lassen.
Der Sonntag verlief ruhig im heimischen Garten mit viel Sonnenschein und abends skypten wir, wie jeden Sonntagabend, mit unseren Großeltern, Tina und anderen Familienmitgliedern.








Diese Woche überschlugen sich die Ereignisse.
Am Montag, dem 23.04. hatte ich meinen ersten Arbeitstag in NZ. Ich arbeitete jetzt drei Tage die Woche für drei Stunden in einem kleinen Altersheim als Volunteer (Praktikant). Ich bekomme also für meine Arbeit kein Geld, aber ich kann in meiner späteren Jobsuche neuseeländische Arbeitserfahrung vorweisen, was sehr wichtig ist. Meine Aufgaben umfassten hauptsächlich Fenster und Räume putzen, weniger die Arbeit mit den Bewohnern. Das störte mich aber garnicht. Ich war froh, endlich wieder etwas zu tun zu haben und mal wieder etwas mit meinen Händen zu arbeiten. Ich fühlte mich gut und war nach getaner Arbeit zufrieden. Der Tag endete mit unserem Sport.
Einen Tag später erfuhr ich von meinem Sohn, dass meine Tochter im Krankenhaus lag und es ihr nicht gut ging. Ich war fix und fertig, lief rum wie Falschgeld und wußte nicht, was ich machen sollte. Nachdem ich Sebastian informiert hatte, nahm er sich sofort frei von Arbeit und kam nach Hause. Er buchte mir sofort einen Flug für den nächsten Tag und packte mit mir zusammen mein Gepäck. Ich konnte es nicht fassen, dass ich den nächsten Tag allein nach Deutschland fliegen sollte. Ich war von allem völlig überrumpelt und wußte nicht, wie mir geschieht. Gut, dass Sebastian hinter mir stand und mich mit allen Mitteln unterstützte. Den Rest des Tages war ich wie ferngesteuert.
Am 25.04. brachte mich Sebastian zum Flughafen, wir tranken noch einen Kaffee bevor mein Flugzeug  6.40am Richtung Sydney startete. Ich war wahnsinnig aufgeregt, das erste Mal so weit allein fliegen! In Sydney hatte ich 6 Stunden Aufenthalt, dann ging es weiter über Abu Dhabi nach Frankfurt. Ich glaube, ich war 36 Stunden unterwegs. 
Wir landeten am 26.04. um 7.30am mit Verspätung und dann musste ich noch ewig auf mein Gepäck warten, sodass ich meinen Zug verpasste. Zum Glück fuhr eine Stunde später der Nächste, so hatte ich erstmal Zeit für einen Kaffee. Nach drei Stunden Bahnfahrt wurde ich von meiner Schwiegermama in Erfurt abgeholt. Wir lagen uns glücklich in den Armen, auch wenn der Anlass nicht so schön war. Lustigerweise fuhren hier alle Autos auf der falschen Strassenseite, was mich schon sehr verwirrte. Unglaublich, wie schnell man sich an den Linksverkehr gewöhnt.
Daheim gab es erst mal Frühstück. Mittag fuhr ich mit Gregor nach Saalfeld, um Tina aus dem Krankenhaus abzuholen. Sie wartete schon sehnsüchtig auf mich und wir lagen uns glücklich in den Armen. Nach dem Arztgespräch durfte ich sie mit heim nehmen. Sie sollte noch zwei Wochen zu Hause bleiben, so hatten wir viel Zeit zusammen. Abends haben wir gegrillt und es gab Thüringer Bratwurst, hmmm...lecker. Danach fuhr uns Elke (meine Schwiegermama) zu Tina nach Hause und ich fiel völlig erschöpft ins Bett und schlief.




Freitag machten wir uns einen schönen Tag und ich genoss das herrliche Wetter. Ich kam ja aus dem nasskalten, neuseeländischen Winter. Den Nachmittag und Abend waren wir bei Sebastians Eltern. Zwischendurch gab mir mein Schwiegervater Fahrunterricht, man muss sich doch wieder umstellen. Da ich kein Auto mehr hatte, waren Tina und ich die meiste Zeit mit den Fahrrädern unterwegs.
Meine Eltern wussten noch nicht, dass ich in Deutschland war, da sie in Urlaub waren. Die Überraschung war groß, als sie am Sonntag zurück kamen.
Das Wochenende war herrliches Wetter. So verbrachten wir viel Zeit draußen. Sonntagabend haben wir uns mit Freunden im Kartoffelhaus getroffen. Es war für alle eine große Überraschung, mich zu sehen.




Am 30.04. haben Tina und ich verschiedene Wege in der Stadt erledigt. Anschließend waren wir in Saalfeld zum Shoppen.


Sonntag, 19. August 2012

Rückblick März 2012

Die ersten Märztage verliefen sehr ruhig. Am Wochenende mußte Sebastian arbeiten. Es stürmte und regnete, sodass ich am Samstag erstmals unseren Kamin anheizte. Ich vertrieb mir die Zeit unter anderem mit Hausaufgaben und Fotos sortieren. Am Sonntag, dem 04. 03. wurde meine Tochter Tina 18 Jahre alt. Ich wäre an diesem Tag sehr gern bei ihr gewesen.

Die folgende Woche startete mit herrlich warmen Sonnenwetter, welches ich zum Holzhacken nutzte. Ich schaffte 13 große Körbe an diesem Tag. Anschließend relaxte ich im Sonnenschein und las.
Mittwochabend traf sich unsere Outdoor Adventure Gruppe in einer Schwimmhalle. Diesmal stand kajaking auf dem Programm. Wir lernten die Grundtechniken sowie das Verhalten unter Wasser, z.B. wie verlasse ich das Kajak wenn ich kopfüber im Wasser hänge. Wir hatten viel Spass.





Da am Freitag auch wieder schönes Wetter war, schaffte ich auch diesmal wieder 13 Körbe Holz zu hacken. Es ging ordentlich voran, der Winter stand ja auch vor der Tür. Nachmittag traf ich mich dann mit Yesim zum Kaffee.
Für Samstag hatten wir Gäste zum BBQ eingeladen. Ein Arbeitskollege von Sebastian kam mit Frau und 8 Monate altem Sohn sowie Yesim, Michael und Nina (9 Jahre). Gegen 4pm trafen sie ein und ich war froh, dass Sebastian kurz zuvor von Arbeit kam. Es war ein schöner deutscher Abend, der abrupt gegen 8pm endete, weil Sebastian auf Arbeit gerufen wurde. Da es mittlerweile auch recht kalt draußen war, entschieden auch die Gäste aufzubrechen. Da Sebastian bis 1am auf Arbeit war, verbrachte ich den Samstagabend allein. Auch am nächsten Tag fuhr Sebastian gleich früh auf Arbeit. Gegen 12 pm war er zurück und ich erwartete ihn bereits zum Frühstück. Danach packten wir unsere Sachen in unseren Camper und starteten unseren einwöchigen Kurzurlaub auf die Nordinsel. Bei strömendem Regen fuhren wir 5.30pm los bis Otaki, wo wir am Strand auf einem Parkplatz übernachteten.

Am Montag fuhren wir den ganzen Tag im Regen bis hinter Taupo. Nachmittag hatten wir unser Ziel erreicht. Wir waren nahe Waiotapu am Kerosene Creek, der Regen stoppte und die Sonne kam gegen Abend heraus. Hier an dieser Stelle war ich bereits im Januar mit Ilona und Sebastian wollte diesen Ort unbedingt kennenlernen. Mitten durch den Wald fließt ein etwa35-40°C heißer Fluß, indem man baden kann. Amazing! Wir schlüpften in unsere Badesachen und genossen das herrliche Bad in der Natur ganz für uns allein. Später kamen dann noch ein paar Leute. Da das Wasser sehr schwefelhaltig ist, riecht es anfangs nach faulen Eiern, aber man gewöhnt sich daran. Diese Umgebung um Roturua und Taupo ist bekannt für seine heißen Quellen und Geisire. Da wir gegen Abend dort wieder allein waren, entschieden wir uns, dort zu übernachten, obwohl es nicht gestattet war, dort zu campen. Aber wir schliefen ja im Auto und nicht in einem Zelt. Wir machten uns etwas zu essen und lasen noch etwas. Später kam ein Auto und wir hatten schon Angst, dass wir Ärger bekommen, aber es fuhr wieder weg, ohne das etwas passierte. Glück gehabt :)

Dienstagfrüh wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Noch vor dem Frühstück nahmen wir erneut ein Bad in der Natur. Ich konnte garnicht genug bekommen und wollte nicht raus aus dem badewannen-warmen Wasser. Nach und nach trafen andere Badegäste ein, während wir frühstückten.
Unser heutiges Ziel war die Coromandel Halbinsel. Hier wollten wir zum bekannten Hot Water Beach, von dem Sebastians Eltern geschwärmt hatten. Kurz nach 5pm, rechtzeitig zur Ebbe, kamen wir dort an. Viele Leute hatten sich bereits kleine Spaten ausgeliehen, um sich am Strand ein Loch auszuheben, welches sich dann mit heißem Wasser füllte. Überall lagen die Leute in ihren ausgegrabenen Wasserlöchern herum. Uns war dieser Massenauflauf nichts. Ach wie schön war es doch am Kerosene Creek. Danach fuhren wir in den Nachbarort Hahai, wo wir in einem Holiday Park übernachteten, um Strom für unseren Kühlschrank und Handys zu "tanken". Nachdem wir geduscht und Abendbrot gegesssen hatten, setzten wir uns bei herrlichem Wetter mit einer, von uns aus Deutschland importierten Flasche Martini doro, an den Strand und genossen das Meerserauschen und den klaren Sternenhimmel. Urlaub pur...!





Am nächsten Tag besuchten wir Cathedral Cove, ein sehr bekannter Platz auf Coromandel, der auf vielen Postkarten und Büchern zu sehen ist. Um dorthin zugelangen, mußte man etwa eine dreiviertel Stunde hin-und zurück laufen oder man nahm den Seeweg mit einem Kajak. Wir entschieden uns für den Spaziergang und genossen dabei wieder herrliche Aussichten.

Anschließend machten wir uns auf den Weg, die Halbinsel zu umfahren. Erster Stop war in Whitianga, wo wir einkauften und tankten. Weiter ging es bis Coromandel Town, eine herrlich alte Stadt. Hier machten wir eine längere Pause, um in einer Gaststätte Abendbrot zu essen. Mit vollen Mägen fuhren wir noch etwa zwei Stunden in Richtung Thames. Irgendwo hielten wir einfach auf einem Parkplatz an, um dort zu übernachten. Da gerade die Sonne unterging, holten wir unsere Stühle aus dem Auto und genossen bei einem Glass Wein den Sonnenuntergang über dem Meer. Gegen 8.30pm zogen wir uns in unser Auto zurück und haben noch etwas gelesen.





Am Donnerstag legten wir wieder einige hundert Kilometer mit dem Auto zurück. Über die Seabird Coast fuhren wir nach Auckland, wo wir gegen 3pm am Ziel waren - der Skytower. Hier wollte ich mich 192m in die Tiefe stürzen. Ich war total aufgeregt und in freudiger Erwartung. Wir kauften ein Ticket für mich und ich wurde für meinen Sprung prepariert, d.h. ich erhielt einen Overal und Schuhe, Gurtzeug und wurde gewogen. Danach brachte mich jemand zum Fahrstuhl und ich fuhr nach oben. Sebastian wartete mit der Kamera am Zielpunkt auf mich. Oben angekommen wurde ich noch zweimal von unterschiedlichen Leuten auf Sicherheit getestet, d.h. dass die Schuhe fest sind und auch der Gurt. Ich bekam eine Kamera ums Handgelenk, die meinen Fall aufzeichnete. Auf Kommando bin ich mit dem Gesicht nach unten gesprungen. Nach 10 Meter wurde gestoppt, ich sollte nach oben sehen und ich wurde fotografiert. Dann plötzlich, ohne Vorwarnung ging es in ca. 10 Sekunden nach unten.






Angekommen, wurde ich gefragt, wie es war, und ich war einfach nur begeistert und meinte es war viel zu kurz. Zu meiner freudigen Überraschung traute ich meinen Ohren nicht, als mir vorgeschlagen wurde, ein zweites Mal zu springen, da an diesem Tag nicht viel los war. Alle, die wollten, durften ein zweites Mal springen. Ich war super happy und fuhr wieder rauf. Wieder erfolgte ein zweimaliger Sicherheitscheck. Diesmal sprang ich rückwärts, ohne Kamera und ohne Unterbrechung. Dieser Sprung war um einiges besser als der vorherige, ich konnte ihn viel besser genießen und mich umsehen. Einfach genial, es war ein herrliches Gefühl. Ich dachte bei mir, irgendwann springe ich noch mal aus einem Flugzeug. Sebastian war froh, als ich wohlbehalten wieder unten angekommen war. Jetzt fuhren wir zusammen hinauf, um die 360° Aussicht über Auckland zu genießen und anschließend im Cafe zu relaxen. Gegen 5pm verließen wir Auckland und fuhren gen Süden. In Otorohanga trafen wir ca. 8pm im Dunkeln im Kiwi Camp ein. Nach dem Duschen gab es Nudeln und Pesto zum Abendbrot.

Freitag, nach dem Frühstück besuchten wir gleich den Vogelpark und das Kiwihaus nebenan, für das dieser Ort bekannt ist.



Gegen 1pm machten wir uns auf Richtung New Plymouth, denn dort begann heute das dreitägige WOMAD-Festival (ähnlich unserem Tanz-und Folkfestival in Rudolstadt). In Poi Poi stoppten wir bei einer Früchteplantage, kauften frische Himbeeren und Heidelbeeren, Himbeermarmelade, Kaffee und selbstgemachtes frisches Fruchteis. Hmmm...lecker!

Kurz nach 4pm trafen wir auf dem Zelt- bzw. Campingplatz ein und ließen uns häuslich nieder. Wir tauschten als erstes unsere Tickets gegen Bändchen ein, bevor wir das Gelände erkundeten. Der Platz füllte sich immer mehr. 6pm war Eröffnung durch eine Gruppe Maoris und es folgte ein sehr interessantes und abwechslungsreiches musikalisches Wochenende. Samstag und Sonntag begannen die Konzerte um 12 mittags und endeten nachts um 12. Es gab viele verschiedene kleine und große Bühnen, wo das Programm jeweils pünktlich, ohne Verzögerung, startete. Da kann Rudolstadt noch etwas lernen. Das Wetter war traumhaft, blauer Himmel und Sonnenschein. Teilweise hatten wir herrliche Sicht auf den Vulkan Mount Taranaki. Kulinarisch wurden auch sehr viel unterschiedliche Gerichte aus verschiedenen Ländern angeboten.


Am Montag, dem 19. März endete unser Urlaub und somit auch das gute Wetter. Bei kaltem, regnerischen Wetter fuhren wir auf dem Surf Highway Richtung Heimat. Unterwegs stoppten wir für etwa drei Stunden in Hawera und besuchten das dortige, sehr interessante Museum über die Siedlungsgeschichte Neuseelands. Etwa 10pm waren wir endlich daheim.





Vom herrlichen Wetter des vergangenen Wochenende war nichts mehr übrig. Die folgende Woche war kalt, windig und naß, sodass ich jeden Abend den Kamin anheizen mußte.
Dienstag war ich damit beschäftigt unseren Camper aus- und aufzuräumen und Wäsche zu waschen.
Mittwoch traf ich mich wieder mit Robyn zum Lunch. Ich hatte natürlich sehr viel zu erzählen. Abends traf sich unsere Outdoor Adventure Gruppe zum letzten Mal. Eigentlich stand kajaking im Hafen auf unserem Programm, aber da es furchtbar nasskaltes Wetter war, entschieden wir uns fürs Klettern. Anschließend gingen wir gemeinsam Pizza essen und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Jeder erhielt sogar eine persönliche Urkunde und eine Fotocollage von unseren verschiedenen Trainingsstunden.

Am Donnerstag, dem 22.03. erhielt ich von unserem Freund eine Mitteilung für eine Bewerbung im Krankenhaus. An diesem Tag war Einsendeschluß der Onlinebewerbungen, sodass wir abends noch meine Bewerbung als Krankenpfleger für eine Blut-und Krebsstation eingereicht haben. Dieser Job wurde in der Datenbank des Hospitals angeboten. Nachdem wir meine Bewerbung abgeschickt hatten, habe ich mich dort gleich angemeldet. Somit erhalte ich alle offenen Stellen per email, um mich zu bewerben.
Für Freitagabend hatten sich Gäste angemeldet. Es waren junge Leute aus Deutschland und Bekannte von Sebastians Onkel. Sie kamen von Auckland und waren auf der Durchreise zur Südinsel. Gegen 7pm empfingen wir sie mit einem üppigen Dinner, leider stellte sich heraus, dass sie Vegetarier waren und somit kein Fleisch essen konnten. Gut, dass ich zu den Kartoffeln auch noch mehrere Sorten Gemüse gemacht hatte. Da wir uns vorher nie gesehen hatten, hatten wir uns viel zu erzählen, um uns kennenzulernen.
Samstag machten wir ein langes, ausgiebiges Frühstück, bevor wir Stephanie und Christian Wellington zeigten. Nachmittag machte ich Pavlova, eine neuseeländische Spezialität. Gegen Abend machten wir uns auf in die Stadt zum Essen und anschließend besuchten wir verschiedene Bars. Gegen Mitternacht waren wir zurück und mußten uns noch eine Stunde wach halten, da die beiden die Nachtfähre gebucht hatten. Kurz nach 1am machten sie sich auf zum Hafen und wir fielen todmüde in unsere Betten.
Am Sonntag schliefen wir uns erst mal aus, dann gab es Frühstück. Heute hatten wir etwas ganz besonderes vor. 12.30pm trafen wir uns im Wilton's Bush mit einem Teil der Outdoor Adventure Gruppe zum Tunneling. Zwei von ihnen hatten sich bereit erklärt, mit uns diese Tour zu machen, die unsere Gruppe eine Woche zuvor gemacht hatte. Da wir ja in Urlaub waren und einige andere von uns auch nicht dabei sein konnten, wiederholten wir es heute. Wir hatten herrliches Wetter. Tunneling bedeutet, dass wir durch einen Fluß laufen und durch mehrere Tunnel kommen, in denen es Glühwürmchen zu sehen gibt. Jeder brauchte also bequemes Schuhwerk, welches nass werden konnte und Taschenlampen für die Tunnel. Wir waren etwa zwei Stunden unterwegs und haben auch wirklich Glühwürmchen gesehen. Es war ein toller und mal ein komplett anderer Ausflug als je zuvor. Anschließend gab es Kaffee und ich bereitete unser Abendessen vor ( Rouladen, Rotkraut und Kartoffeln). Der Sonntagabend klang mit Skype aus.




Die letzte Märzwoche war gleichzeitig meine letzte Unterrichtswoche. Wieder waren 8 Wochen vorbei. Wir hatten herrliches Spätsommerwetter, sodass die Wäsche draußen trocknete und ich wieder Holz hacken konnte.
Montagabend nahm mich Yesim das erste Mal mit zum Zirkeltraining. Es findet jeden Montag von 7.30-8.30pm statt und war für das erste Mal ganz schön anstrengend, aber gut. Da mir hinterher alles weh tat, nahm ich ein Vollbad mit der Hoffnung weniger Muskelkater zu bekommen. Leider half es nichts, die folgenden zwei Tage konnte ich mich kaum bewegen. Jede Faser meines Körpers schmerzte. Ich wußte nicht, wo ich überall Muskeln hatte.
Mittwochmittag traf ich mich zur wöchentlichen Lunchzeit mit Robyn.
Da heute wieder letzter Schultag war, sollte wieder jeder etwas zu essen und zu trinken mitbringen. Ich backte einen Kuchen, aber es gab auch wieder sehr viel unterschiedliche, internationale Köstlichkeiten. Am Ende wurden wieder Telefonnummern und Facebookseiten ausgetauscht.




Für das kommende Wochenende hatten wir zwei Einladungen. Samstagabend fuhren wir nach Lower Hutt, ein Nachbarort von Wellington, um zu Lelas Abschiedspartie zu gehen. Sie und ihr Freund verließen Neuseeland nach nunmehr zwei Jahren, um nach Brasilien zurückzukehren. Wir hatten viele verschiedene Englischkurse zusammen und wurden Freunde. Es ist schade, wenn man so nach und nach seine neu gewonnenen Freunde wieder gehen lassen muß. Die meißten sind ja nur für ein oder zwei Jahre hier. Es war ein netter Abend mit vielen neuen Leuten und interessanten Gesprächen. Als wir uns dann verabschiedeten, lud uns Lela nach Brasilien ein, wir sollten unbedingt mal kommen.



Am Sonntag, dem 01.04. wurde meine Freundin Yesim 40 Jahre alt. Sie kombinierte ihre Geburtstagspartie mit einer Hauseinweihungsparty, welche vomittag ab 11am startete. Sie waren nämlich neuerdings stolze Hausbesitzer. Es kamen einige Leute, die wir aber alle nicht kannten. Meißt Nachbarn oder Eltern von Ninas Freunden aus der Schule. Gegen 3pm machten wir uns auf den Heimweg. Unterwegs stoppten wir in Lyall Bay und machten noch einen Spaziergang am Wasser.

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